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Infos

Schuhmacher-Innung

Gegründet 1128, urkundlich belegt!

Die älteste Urkunde, die die Schuhmacher-Innung Würzburg vorweisen kann ist im Jahre 1128 nach Christus gefertigt. Sie ist im Bayerischen Staatsarchiv Würzburg, Standbuch Nr. 92, Seite 13ff. (Liber censualisminor des Stiftes Neumünster) verwahrt, in lateinischer Sprache abgefasst und trägt in rot die Überschrift: "De iure sutorum", Über das Recht der Schuhmacher. Es handelt sich um die ältetste urkundlich erwähnte Schuhmacher-Innung Deutschlands.

Die Tradition ist uns Verpflichtung.
Solange die Menschen Schuhe tragen geht das Schuhmacherhandwerk nicht unter.

Die Schuhmacher führen in ihrem Berufswappen den Doppeladler (Reichsadler).
Kaiser Karl IV. verlieh 1370 in Anerkennung für die ruhmreiche Tat eines Schuhmachergesellen in der Schlacht des Deutschen Ritterordens gegen die Russen und Litauer dieses kaiserliche Wappen. Eine nahezu verlorene Schlacht konnte doch noch siegreich beendet werden.
Der Schuhmacher Hans Sagan wurde vom Kaiser zum Altgesellen ernannt und geadelt.

Die Verleihungsurkunde lautet:
"Da Ihr Schuhmacher durch Euere Tapferkeit bei Königsberg bewahret habet meines Kaiserlichen Hauses Ehr und Ruhm, so soll meine Kaiserliche Gnade gegen Euch darin bestehen, daß Ihr und alle Schuster den Kaiserlichen doppelten Adler fort und fort auf Schild und Fahne führen sollt.

Der dankbare Deutsche Kaiser Karl IV., dem tapferen Schuster, Altgesellen Hans von Sagan, Schlacht bei Rudau, Sonntag Sexagesima im Jahre 1370."