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Schuhmacherinnung-Unterfranken ohne Untermain


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Auf den Schuhmacher kommen in der Praxis mehr Aufgaben als „nur“ die Herstellung und die Reparatur von Schuhen zu. Das Spektrum seiner Aufgaben umfasst die Kerngebiete Schuhherstellung, die fast nur noch von Orthopädieschuhmachern und
Maßschuhmachern erledigt wird, Schuhreparaturen, Kundenberatung zur Schuh- und Lederpflege, Furnituren- und Passformberatung und Verkauf. Je nach Reparaturbetrieb werden auch einige Täschner- und Sattlerarbeiten angeboten.
Insbesondere die Beratung seiner Kunden ist eine wichtige Aufgabe, da niemand außer dem Schumacher sowohl von der handwerklichen Seite als auch hinsichtlich fußorthopädischer Fragestellungen und andere die Schuhtragepraxis betreffenden Faktoren so viel Fachwissen hat. Sicher hat ein Facharzt für Orthopädie mehr Kenntnisse die Fußgesundheit betreffend, doch der Schuhmacher ist das erste Glied in dieser Kette: er vermag einfachere Problemstellungen der Fußgesundheit hinreichend genau zu erfassen, so dass er den Kunden hilfreich zu beraten vermag, was unter Umständen auch den Rat zu einer ärztlichen Untersuchung einschließt.
So ist der Schumacher für den Endverbraucher mit Fragen rund um den Schuh (und Leder) der wichtigste Ansprechpartner. Um derartige Aufgaben verlässlich erfüllen zu können, bedarf es einer soliden handwerklichen Ausbildung, mehrjähriger Erfahrung und nicht zuletzt auch einer gewissen Liebe zum Beruf. Denn um sein Wissen auf Stand zu halten bleibt oft nur die Freizeit, in der der Fachmann sich fortbildet, Fachzeitschriften und Bücher zum Thema liest oder sich mit Kollegen austauscht.